Programm

Freitag 08.05.

9:30 Get Together

10:00 Festival KickOff

10:30 Impuls: Jan Teunen „Officina Humana – Beseeltes Arbeiten“

11:30 Transformation Design Workshops

  • Case Clinic: HeidelbergDruck
  • Gesunde Organsiation braucht Potenzialentfaltung

13:00 Pause

14:00 Incubation Workshops

  • New Work needs Inner Work
  • Innere Transformation
  • Arbeit als Demokratielabor

17:30 Panel

18:30 Sharing & Harvesting

19:00 Film&Dialog „Transmodernity“

Samstag 09.05.

9:00 Check In Together

9:30 Impuls Thomas Schumacher „Paradox, Ambidex und jetzt?“

10:15 Surfing Polarities – Gruppenprozess

11:00 Open Heart Searchery–Workshops

  • Mindfulness in Motion
  • Post-Silo-Dekade
  • Navigationssystem für werteorientierte Unternehmen

12:30 Pause

13:30 Panel&Workshops: Ecosystem Awareness

15:30 Prototyping Open Space

16:30 Festival Harvesting

17:00 Farewell

Impulsgeber

Joana Breidenbach

New Work needs Inner Work

New Work – das sind neue Rollen und Prozesse, die adäquater auf menschliche Bedürfnisse, Diversität und Komplexität abgestimmt sind. Mit ihnen können wir flüssiger und kompetenzbasiert zusammenarbeiten. Aber wie entwickelt man erfolgreiche New Work Modelle für sein Unternehmen? Reicht es, neue Prozesse und Rollen einzuführen? Oder braucht es mehr? Wir wissen aus Erfahrung: Es braucht mehr. New Work ist ein Entwicklungsprozess, bei dem Selbstmotivation, Selbstverantwortung und die Kommunikations-,  Beziehungs- und Wahrnehmungskompetenzen der Mitarbeiter im Fokus stehen. Vor jeder Veränderung von Prozessen oder Strukturen steht daher Inner Work. Und Inner Work ist weit mehr als Selbstoptimierung am Arbeitsplatz. Es ist eine Grundbedingung um erfolgreich im global-digitalen Zeitalter zu navigieren.
Joana Breidenbach, promovierte Kulturanthropologin ist Mitbegründerin von betterplace.org, Deutschlands größter Spendenplattform. 2010 gründete sie das betterplace lab, einen Think and Do Tank zur Erforschung der Nutzung digitaler Technologien für das Gemeinwohl, das seit 2014 selbstorganisiert arbeitet. Den Weg hin zu einer fluiden, kompetenzbasierten Hierarchie beschreibt Joana in ihrem neuesten Buch „New Work needs Inner Work“ (gemeinsam mit Bettina Rollow). 2018 gründete sie Das Dach Berlin um sinnvolle Innovationen voranzutreiben.

Jan Teunen

Officina Humana – Beseeltes Arbeiten

Wer vom Zellenbüro hin zum Mulitspace möchte, kann das nicht auf dem Weg von A nach B machen, sondern er muss über das U gehen, er muss eine Drehung machen zum Ursprung des Büros und somit zum Hochmittelalter. Die Drehung zum Ursprung ist die Bewegung, die unser Tun in Liebe lenkt und ich glaube, darum geht es im Moment. Um ein Mehr an Menschlichkeit in der Arbeitsumgebung des Menschen und dies ist in den meisten Fällen das Büro. Schließlich ist in der modernen fortgeschrittenen Welt die Büroarbeit zur eigentlichen gesellschaftlichen Tätigkeit geworden.
Auf bewegende und bewegte Weise bekommen wir Einsichten in die unbeachteten Potenziale äußerer und innerer Räume. „Gewohnheiten” lassen uns nicht erkennen, wo Transformation wirksam werden kann. Jan Teunen öffnet den Vorhang der Selbstverständlichkeiten und erweitert unseren Blick auf die verschiedenen Bühnen neu entstehender Arbeitswelten. Aus Arbeitsräumen werden Orte menschlicher Potenzialentfaltung.
Jan Teunen ist Autor des mehrfach ausgezeichneten Buches „Officina Humana“. Als Cultural Capital Producer und Geschäftsführer der Teunen Konzepte GmbH unterstützt er seine Kunden darin, ihr kulturelles Kapital und ihre Wirtschaftskraft zu mehren. Er ist Kuratoriumsmitglied der Burg Giebichenstein / Kunsthochschule Halle und hat dort eine Professur für Designmarketing inne.

Thomas Schumacher

Paradox, Ambidex und jetzt?

Vom Umgang mit Paradoxien, Widersprüchen und Spannungsfeldern!
Steigende Komplexität in Organisationen und hohe Effizienzanforderungen ans Kerngeschäft: Das war bisher Herausforderung und Anspruch erfolgreicher Unternehmen. Was heute hinzukommt: Innovatives Neugeschäft bis hin zu immer diverser zusammengesetzten Management-Teams. All dies zugleich macht Unternehmensführung im doppelten Sinne „spannender“. Da sich die Widersprüchlichkeit nicht auflösen lässt, bietet ein „paradoxietaugliches“ Management – ganz im Sinne Goethes („Das Gleiche lässt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht“ ) – das Potenzial für eine komplexitätsangemessene Unternehmensentwicklung gerade im digitalen Zeitalter. Ein bewegender und spannungsreicher Impuls. Im Anschluss werden praktische Übungen unsere “Dilemma-Kompetenz” erproben.
Prof. Thomas Schumacher ist Management- und Organisationsberater, Partner der osb international, Lehrbeauftragter und Leiter Forschungsprogramm ‚Systemisches Management‘ am Institut für Systemisches Management und Public Governance an der Universität St. Gallen

Stefan Hillebrand

Improvisation & Transformation

Stefan Hillebrand ist Geschäftsführer des Improvisationstheater www.drama-light.de arbeitet als Produzent, Regisseur und Autor für Internationale Spiel-, Dokumentar- und Industriefilme (blended Learning) und als Trainer für die Bereiche Kommunikation, Präsentation, Kreativität und Storytelling. Darüber hinaus ist er tätig als Lehrbeauftragter für Theater und Film an verschiedenen Hochschulen und im Vorstand des Designzentrums Rhein-Neckar u.a. für Socialdesign und neue Lernmethoden.

Isolde Fischer

Improvisation & Transformation

Isolde Fischer absolvierte in Heidelberg ihr Studium der Pädagogik, Soziologie und Jura. Nach ihrer Ausbildung an der Internationalen Improvisationsschule in Calgary (Kanada) sowie ihrer privaten Ausbildung in Clownerie, Schauspiel und Improvisation, sorgte sie mit unzähligen Gastspielen bei verschiedenen internationalen Theatergruppen für Furore. Als Filmschauspielerin gab sie 2001 ihr Kinodebüt. Für ihre Hauptrolle in „Wenn der Richtige kommt“ wurde sie 2003 mit internationalen Filmpreisen überhäuft, von der internationalen Presse gelobt und als beste Schauspielerin für den Deutschen Filmpreis nominiert. Seitdem ist sie immer wieder in Filmen auf der Leinwand zu bewundern. Ihre Spezialität sind Charaktere, die das Herz anrühren. Isolde ist zertifizierter systemischer Coach (DCV). Sie trainiert und unterrichtet angewandte Improvisation in Unternehmen, Hochschulen sowie Organisationen.

Andreas Zeuch

Arbeit als Demokratielabor

Wie wir mit Unternehmensdemokratie unsere demokratische Selbstwirksamkeit verbessern.
Es gibt aktuell eine Menge Herausforderungen. Zwei davon sind zutiefst miteinander verwoben. Es ist das Phänomen der halbierten Demokratie: Gesellschaftspolitisch sind wir demokratisch organisiert, während praktische alle Organisationen eher autokratischen Charakter haben. Die Tayloristische Trennung von Denken und Handeln hat dem Tor und Tür geöffnet. Seit dem hat sich ein organisationaler Archetyp entwickelt: Das typische Top-Down Organigramm. Dabei könnten wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Demokratisierung der Arbeit hat einen empirisch nachweislichen positiven Effekt auf die Belegschaft. Wir können einerseits in Organisationen agiler, innovativer, krisenrobuster werden und damit gleichzeitig unsere demokratischen Kompetenzen als Bürger stärken. Kurzum: Arbeit als Demokratielabor!
Andreas Zeuch begleitet als Gründer der unternehmensdemokraten  Organisationen auf dem Weg zu mehr und besserer Partizipation. Dabei geht es ihm um mehr als gelungene Selbstorganisation. Er sieht einen klaren Zusammenhang zwischen der Demokratisierung der Arbeit und gesellschaftspolitischer Demokratieentwicklung.

Andreas Loroch

VORSPRUNGatwork

Andreas Loroch, Co-CEO bei VORSPRUNGatwork, ist davon überzeigt, dass in einer immer schneller und vielfältiger sich wandelnden Welt, der Schlüssel zum Erfolg von Unternehmen die Menschen sind. Die Herausforderung besteht darin die Potentiale von Menschen zu entfalten und Mensch zu Mensch Beziehungen immer wieder so zu organisieren, dass für andere Menschen Wert entsteht. Ein positives Menschenbild und organisationale Beitragsorientierung sind hierfür die Voraussetzungen, Wirken, Lernen und Wachsen die Erfolgsfaktoren.

Tanja Schättler

Mindfulness in motion

Mittlerweile haben über 10.000 SAP Mitarbeiter an Search Inside Yourself teilgenommen, ein von Google entwickeltes zweitägiges Training für achtsamkeitsbasierte emotionale Intelligenz. Doch wie schafft man es, Achtsamkeitspraktiken in eine Unternehmenskultur zu integrieren? Tanja Schättler hat mit Mindfulness in Motion ein Format entwickelt, das im Arbeitsalltag leicht umzusetzen ist. Durch die Integration des Körpers in Bewegung und des Atems wird der Fokus auf den gegenwärtigen Moment gelenkt. Dieser Workshop bietet die Möglichkeit, die Übungen selbst zu erfahren und neue Impulse mitzunehmen.
Tanja Schättler ist Technical Consultant mit Schwerpunkt Systemintegration und Trainerin für Search Inside Yourself und Mindfulness Ambassador bei SAP. Ihr Ziel ist es, Menschen wieder mehr mit sich selbst und anderen in Verbindung zu bringen. Dazu nutzt sie Methoden aus dem Design Thinking, Theory U, der Achtsamkeit und Meditation. Als ausgebildete Yogalehrerin ist es ihr besonders wichtig, den Atem und den Körper in Bewegung zu nutzen, um eine Brücke zwischen Körper, Emotion und Geist zu bauen.

Ingo Kallenbach

Wie gesund ist ihr Unternehmen?

Die Wirtschaft läuft (noch) in weiten Teilen- gleichzeitig sind Führungskräfte zunehmend verunsichert, der gesellschaftliche (Klima-) Wandel rüttelt die Unternehmensverantwortlichen auf und psychische Belastungen steigen rapide an. Kurzum: Die Welt ist im Umbruch! Es fragt sich nur, WOHIN und WIE. Resilienz auf individueller und organisationaler Ebene ist eines der Schlagworte unserer Zeit. Der Aufbau gesunder, wirtschaftlich erfolgreicher, robuster und zukunftsfähiger Organisationen ist möglich – die Zeit ist reif dafür.
Ingo Kallenbach ist Geschäftsführer und Inhaber des Beratungsunternehmens Reflect. Nach operativen Positionen bei internationalen Unternehmen (Otto Gruppe, Deutsche Bank) liegen seine Arbeitsschwerpunkte heute in der Potenzialentfaltung von Organisationen, Teams und Entscheidungsträgern. Vor dem Hintergrund eines systemischen Ansatzes beraten er und sein Team Unternehmen in Fragen der Führung, Veränderungsbegleitung und strategischen Personalentwicklung im Rahmen des Aufbaus einer Gesunden Organisation.

Jürgen Kugele

Innere Transformation

Wie innen, so außen. Wie oben, so unten, ist ein Kernsatz der Alchemie. Doch was ist innen, was ist Außen? Transformation geschieht! In jedem Moment. Permanent und in jedem Augen-Blick. Was also wollen wir noch transformieren? Die Not in und die Not der Welt braucht verantwortlich und mutig Handelnde. Bewusste Menschen, die Innen und Außen unterscheiden, und somit ihre eigene Not kennen, aushalten und dadurch transformieren. Menschen, die das Vertrauen in diesen permanenten Wandel verkörpern und (vor-)leben können. Wie können wir diese innere Transformation mit dem äußeren Transformationsgeschehen in der Welt verbinden? mit einem klaren und fokussierten Geist und der Grundhaltung unvoreingenommener Geistes-Gegenwärtigigkeit (engl. mindfulness). Denn nur wenn wir in der Lage sind, Aktion von Reaktion durch Selbst-Bewusst-Sein zu unterscheiden, können wir der Welt den Not-wendenden Dienst erweisen.
Jürgen Kugele ist Psychoanalytiker und Systemiker, arbeitet als Managementberater und Executive-Coach. Experte in der Arbeit mit Gegensatzdynamiken, insbesondere in der Verbindung der Anforderungen der äußeren Welt mit den Anforderungen der inneren Welt. Inhaber der Beratung www.kugele.org und Gründer und Partner von Mindful Projects GmbH. Praktiziert seit vielen Jahren Meditation, insbesondere Vipassana, der Grundlage aller achtsamkeitsbasierten Verfahren, wie MBSR und MBSC.​

Halea Isabelle Kala

TRANSMODERNITY

TRANSMODERNITY ist ein Dokumentarfilm über Veränderer, die das gegenwärtige System herausfordern und transformieren, indem sie neue Möglichkeiten für den Übergang in ein neues Paradigma mit alternativen sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Ansätzen erkunden. Um die Umstellung zu erleichtern, müssen Sie…
Halea Isabelle Kala ist Künstlerin, Regisseurin und Produzentin. Sie wurde 1989 geboren, wuchs in Berlin auf und zog später nach London, um Fotografie und Medien & Kommunikation bei Goldsmiths zu studieren, wo sie 2013 ihren Abschluss machte. Derzeit lebt sie in ihrer Heimatstadt Berlin und arbeitet als freischaffende Filmemacherin, Fotografin und Kulturproduzentin. In ihrer Arbeit dokumentiert und teilt Halea die Geschichten von Individuen und Gemeinschaften, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf gesellschaftlichen, politischen und ökologischen Fragen sowie Bewegungen liegt. Dadurch erkundet sie neue Möglichkeiten und soziale Vorstellungen für die Zukunft.

Jens Hollmann

Die Post-Silo Dekade

… weil Kreuzfahrten keinen Sauerstoff produzieren !
Die propagierte und gelebte Systemtrennung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Sphären ist nicht mehr Teil der Lösung, sondern ein elementarer Bestandteil einer heraufziehenden Dystopie. Werden wir den komplexen Herausforderungen mit mentalen, sozialen und wirtschaftlichen Denk- und Handlungs-Modellen begegnen, die uns bewusst machen, das unser Leben Voraussetzungen hat, die nicht künstlich sind ? Und woraufhin wir beginnen, Handlungen entlang der Wirklichkeit “Stoffwechsel” zu orientieren !  Oder verharren wir in Überforderung und dem Narrativ,  es sei “ eh zu spät” ? Wie navigieren wir in dieser Dekade ? An welchem Kompass orientieren sich die Silos “Organisation“, “Zivilgesellschaft”, “Politik“, und wir ganz persönlich? Eine Expedition in bisher unbetretene Räume und gewagte Gedanken über den “Stoffwechsel” des Lebens. Praktisch, herausfordernd und mit Blick auf das unmittelbar vor uns Liegende.
Jens Hollmann gestaltet seit über 20 Jahren erfolgreiche Persönlichkeits- und Transformationsprozesse für Führungskräfte, mit Fokus auf Teamentwicklung, Mitarbeitermotivation und Führungscoaching. Er ist Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen und Autor erfolgreicher Fachbücher zum Thema Führung und Strategieentwicklung.

Joachim Schnitter

Wie motiviert man ein Unternehmen?

Navigationssystem für werteorientierte Unternehmen
Intangible Assets, Triple Bottom Line, Purpose – eine Reihe von noch recht neuen Begriffen versucht, der Interaktion eines Unternehmens mit Natur und Gesellschaft einen Namen zu geben und sie wirtschaftlich fassbar zu machen. Das Forschungsprojekt QuartaVista* geht dieser Problematik nach und arbeitet exemplarisch an einem Verfahren, die Hauptaspekte dieser Interaktion zu monetarisieren. Aus Unternehmenssicht handelt es sich um nicht handelbare Werte, die in der Unternehmensbilanz als Aktiva ausgewiesen werden. Mit diesem Verfahren ergeben sich einige spannende Aussichten, wie durch standardisierte Bewertungsverfahren Unternehmen bewegt werden können, Ihre soziale und ökologische Leistungsbilanz zu verbessern, ohne in Widerspruch zu monetären Geschäftszielen zu geraten.
Dr. Joachim Schnitter, Dipl.-Chemiker, hat bis Ende 2019 bei SAP für die Sustainability Labs gearbeitet und war dort Initiator und zuletzt Projektleiter des Projektes QuartaVista, für das er seitdem als freier Berater tätig ist. Seit 2006 war er daran beteiligt, bei SAP die agile Methodik Scrum einzuführen. Seitdem hat zahlreiche Teams in Scrum ausgebildet und teilweise über mehrere Jahre als Coach begleitet. Seit 2011 für SAP Research tätig kam er dort in Berührung mit anderen Transformationsthemen wie der Digitalisierung, „New Work“ und aktuellen Nachhaltigkeitsfragen.